2019


9 / 2019

Gartenverein „Oberdorstfeld e.V.“ wandelt artenarme Rasenfläche in eine ökologisch wertvolle Wildblumenwiese um

Bienen, Hummeln und andere Insekten haben es immer schwerer, Nahrung zu finden. Dies gilt im besonderen Maße für eine große Stadt wie Dortmund. Das Insektensterben ist mittlerweile leider ein bekanntes Phänomen, über das regelmäßig in den Medien berichtet wird. Die genauen Gründe sind noch nicht abschließend erforscht. Pestizide und der Rückgang der blütenreichen Feldflure spielen dabei sicherlich eine entscheidende Rolle.

Die Folgen des Insektensterbens sind weitreichend. Heimische Wild- und Nutzpflanzen werden nur noch unzureichend bestäubt, Singvögeln wird die Nahrungsgrundlage entzogen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat sich der Gartenverein entschlossen, eine ca. 220 m² große artenarme Rasenfläche seiner Gartenanlage in eine ökologisch wertvolle Wildblumenwiese umzuwandeln. Die dafür genutzte Fläche liegt im „Gartenpark Innenstadt-West“ und ist öffentlich zugänglich. Die Wiese befindet sich in unmittelbarer Nähe zum „Kinderglück-Schulgarten“, der u.a. von den Vorschulkindern des benachbarten „Borromäus-Kindergartens“ besucht wird. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe befindet sich der „Imker-Garten“ des Gartenvereins Oberdorstfeld mit seinen Bienenstöcken.

Um eine Rasenfläche fachgerecht in eine Blumenwiese umzuwandeln, mussten umfangreiche Erdarbeiten ausgeführt werden. Die Einsaat vollzog Heribert Werner, Gärtnermeister im Stadtverband Dortmunder Gartenvereine e.V. Die Saatmischung wurde insbesondere für Wildbienen zusammengestellt. Die Pflege der Wiese (jährlich zweimalige Mahd) wird durch die Mitglieder des Gartenvereins übernommen.

Reiner Gisselmann, Vorsitzender des GV Oberdorstfeld: „Das Ergebnis ist hervorragend. Insekten tummeln sich auf der neu entstandenen Wildblumenwiese. Die Farben der Wiese verändern sich durch die Blüten von Woche zu Woche“. Ergänzt werden soll das Projekt noch durch Heckenpflanzen am Rande der Wiese sowie bienenfreundliche Stauden auf einer angrenzenden Fläche.

Der Gartenverein Oberdorstfeld e.V. präsentierte nun seine ökologisch wertvolle Wildblumenwiese und bedankte sich beim Stadtverband Dortmunder Gartenvereine e.V. für die finanzielle Unterstützung und fachliche Begleitung. Rainer Gisselmann: „Ein besonderer Dank gilt außerdem der Bezirksvertretung Innenstadt-West für die finanzielle Unterstützung“.

Fotos und Text Reiner Gisselmann (Vorsitzender des Gartenvereins  Oberdorstfeld)

 


8 / 2019

Neue Spielanlage für Kinder im Gartenverein „Sonnenblick“ e.V.

Seit 95 Jahren besteht die Gartenanlage „Sonnenblick e.V.“ am Bolmker Weg. Nun mussten im vergangenen Jahr aus Altersgründen die nicht mehr sicheren Geräte des Spielplatzes abgebaut und entsorgt werden. Eine neue Spielanlage für die Kinder musste her! Eine große Aufgabe für einen Verein!
Umsomehr freuen wir uns, dass der Stadtverband Dortmunder Gartenvereine (und hier besonders Heribert Werner) uns mit Rat und Tat zur Seite stand und auch viele Materialien, die verbaut werden mussten, uns zur Verfügung gestellt hat.
Besonders dankbar sind wir auch für die großzügige finanzielle Unterstützung der Bezirksvertretung Innenstadt-West und der Sparkasse Dortmund. Ohne diese Hilfe hätten wir das Projekt so in dieser Form alleine wahrscheinlich nicht geschafft.
Nicht zu vergessen sind der Einsatz und die unzähligen Arbeitsstunden unserer Gartenfreunde, die wirklich „geschuftet“ haben, denn auch das Umfeld des Spielplatzes musste neu gestaltet werden. So ist u.a. auch eine große gepflasterte Allzweckfläche entstanden, die inzwischen rege benutzt wird.
Nun ist alles fertig und wir haben am 27. August 2019 eine „kleine Einweihung“ gefeiert, wozu neben Bezirksbürgermeister Herrn Ralf Stoltze auch viele Vertreter der Bezirksvertretung Innenstadt-West, der Vorstand sowie Mitarbeiter des Stadtverbandes unserer Einladung gefolgt sind (siehe Foto).

Bei herrlichem Sommerwetter haben wir gemeinsam einen schönen Nachmittag in unserer Anlage am Spielplatz beim Grillen und Kuchenessen verbracht. Nochmals: „Vielen herzlichen Dank an alle Beteiligten!“

Brigitte Ninmer (Gartenfachberaterin Sonnenblick e.V.)
Foto: GV Sonnenblick

 

(von links): Eberhard Lerche (Schriftführer GV), Jörg Schaminet (Kassierer GV), Helmut Schock (2. Vors. GV), Heribert Werner (StV), Brigitte Ninmer (Fachberaterin GV), Gerd Haase (StV), Brigitte Gerold-Bungart (StV), Jan van Huizen (1. Vors. GV), Frank Gerber (StV), Ralf Stoltze (Bez. Bürgermeister), Heinrich Jordan (StV), Hans-Jürgen Droll (StV), Herr Stach (BV Innenstadt-West), Friedrich-Wilhelm Leismann (StV)

Text: Brigitte Ninmer (Gartenfachberaterin Sonnenblick e.V.)
Foto: GV Sonnenblick 

 


8 / 2019

50-jähriges Jubiläum im Gartenverein „Am alten Flughafen“ in Dortmund

Dass der Gartenverein „Am alten Flughafen“ zu feiern versteht, zeigte sich am 3. August 2019 beim 50jährigen Jubiläum zu dem zahlreiche Gartenfreunde, Familienmitglieder und Nachbarn erschienen waren. Dabei war der Anfang alles andere als einfach, wie der Vorsitzende, Frank Vormberge, in seiner Rede betonte. Der ursprüngliche Verein „Aufbruch“ an der Rüschebrink Straße musste wegen des Baus der Brackeler Straße aufgegeben werden und so erhielt der Verein im Jahr 1969 das Ersatzgelände „Am Westheck 185“ in unmittelbarer Nähe des alten Flughafens von Dortmund. Damit war klar, wie der neu gegründete Gartenverein von nun an heißen sollte: „Am alten Flughafen“.

In den Folgejahren entstanden auf dem Gelände die ersten Gartenlauben. Die Gärten wurden so schön, dass Auszeichnungen wie die „Goldene Plakette“ und der „Goldene Spaten“, nicht lange auf sich warten ließen. Das im Jahr 1992 errichtete Vereinsheim dicht neben der Brackeler Straße ist bis heute ein beliebter Treffpunkt für Feste und Feierlichkeiten. Der Gartenverein mit seinen 67 Pächtern ist bestrebt Tiere und Pflanzen zu schützen. So schaffte man ein Angebot von Futterquellen und Nistmöglichkeiten für Vögel. Der Komposthof wurde in diesem Jahr neu gestaltet und ein Imker ist mit seinen Bienen dort eingezogen. Nicht unerwähnt bleiben sollten die vereinseigene Kegelgruppe, der Sparclub und die Tanzgruppe „Brackeler Gemüse“. 2018 wurde der Verein mit neuen Spielgeräten für Kinder ausgestattet.

Für den Jubiläumstag hatte der Vorstand keine Kosten und Mühen gescheut, um ein tolles Programm auf die Beine zu stellen. Es gab eine original Pommesbude, eine Cocktailbar und eine mit Lightshow ausgestattete Disco. Fußballfreunde hatten die Möglichkeit das Fußballspiel Dortmund gegen Bayern München am Bildschirm zu verfolgen.

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister, Herr Katler, hielt die Laudatio und überreichte dem Vorstand einen Scheck. Außerdem wurde Hugo Fittkau für 50jährige Mitgliedschaft geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, ging die Post ab. Für Stimmung sorgte Putzfrau Matta von Schibulski, die im fetten Kohlenpott-Dialekt ihre Reize und ihre Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt humorvoll erörterte. Dabei blieb auch das Publikum nicht ungeschoren. Als sie ihr „Schätzeken“ Gerd entdeckte, war kein Halten mehr und es blieb kein Auge trocken. Kassierer Wilhelm Leismann wusste genau, mit welcher Musik man das Partyvolk in Schwung bringt und das Angebot wurde von den Anwesenden begeistert angenommen. Zu vorgerückter Stunde sorgte die Tanzgruppe „Brackeler Gemüse“ mit ihrem Schwarzweißtanz zum Schlager „Marmor, Stein und Eisen bricht“ für viel Heiterkeit. Dieser Tanz war eine artistische Leistung, weil sich die Tänzer jeweils das Bein einer Strumpfhose mit dem ihres Nachbarn teilten. Als Dortmund das Spiel gegen Bayern mit 2:0 gewann, war die Stimmung

auf dem Höhepunkt. Nun wartete das Publikum auf den Stripper, der zur Freude der anwesenden Damen extra engagiert worden war. Der verspätete sich jedoch wegen des Borussiastaus um eine Stunde, was der Feierlaune jedoch keinen Abbruch tat. Insgesamt eine gelungene Jubiläumsfeier mit jeder Menge guter Laune.

Fotos und Text: Bea Wild

 


6 / 2019

Abschied von Ilse Michaleks Zaubergarten

„Hier, ich habe eine Beere gefunden.“ Da sind ganz viele.“ 8 Kindergarten-Kinder wuselten am 21. Juni fröhlich durch Ilse Michaleks Garten auf der Suche nach reifen Himbeeren. Und in der Tat, in diesem Garten gibt es viel zu entdecken. Überall blühen die verschiedensten Blumen, Beeren leuchten in den zahlreichen Sträuchern und das mit Hilfe der Kinder gesetzte Gemüse steht in Reih und Glied.

Seit 20 Jahren öffnet Ilse Michalek ihren Garten für Kindergruppen der Kita Fabido Wattenscheidskamp im Gartenverein „Am Schlossweg“ in Dortmund Bodelschwingh. Erzieherin, Sandra Schellschmidt, weiß das sehr zu schätzen. Nicht nur, dass das Bewusstsein für das Zusammenspiel von Mensch, Pflanzen und Tieren im Garten geschärft wird.  Die Arbeit in der Natur fördert auch das Erlernen der deutschen Sprache bei den Kindern mit Migrationshintergrund. „Flüchtlingskinder leben hier auf, vergessen ihre Sorgen und werden offener“, berichtet die Erzieherin.

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Die zukünftigen Schulkinder der Fabido TEK Wattenscheidskamp werden verabschiedet. Das wird mit Muffins und selbst hergestelltem Pfefferminztee gefeiert. Jedes Kind erhält von Ilse Michalek einen individuell gestalteten Stoffbeutel mit Schulutensilien. Das soll den Abschied etwas leichter machen.

Viel haben die Kita-Kinder hier schon erlebt: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Jede Jahreszeit hatte ihren Reiz. Im Frühling wurden Erbsen und Bohnen in Reihen gesät. Der Osterhase war sogar im Kräutergarten und hat dort seine Eier versteckt.  Auf eine Entdeckungsreise der langsamen Art gingen die Kinder beim Projekt „Schnirkelschnecken“. Sie erlebten auf der Suche nach dem Froschkönig viele Abenteuer und beobachteten die Kaulquappen im Teich. Im Kräutergarten wurden alle Sinne geschult. Es versteht sich von selbst, dass die Kartoffeln zum Kräuterquark selbst ausgebuddelt waren. Auch im Winter gab es genug zu tun. Im Vereinshaus wurden Meisenknödel hergestellt und anschließend die Vögel gefüttert und beobachtet.

Ein besonderes Highlight war jedes Jahr der Tag der Muttersprache. Die Eltern der Kinder mit Migrationshintergrund spendeten einheimische Gerichte. Bruder Jakob wurde mehrsprachig gesungen und das Stück „Hänsel und Gretel“ aufgeführt.

Natürlich kam auch das Spielen bei diesen Gartenerlebnissen nicht zu kurz. Am Ende hieß es immer: Auf zum Spielplatz und toben nach Herzenslust.

Ilse Michaleks Garten ist ein Beispiel für gelungene Integration und gelebte Mitmenschlichkeit. Ein verwunschener Garten als Lernort über die Natur mit allen Sinnen.

Am Schluss des Tages bedankten sich die Kinder mit 2 Abschiedsliedern. Sie werden Ilse Michaleks Garten sicher sehr vermissen.

Bea Wild (Redaktion Dortmunder Stadtverband)


5 / 2019

KGV Otto Hue

Spielplatz feierlich eingeweiht

Am 25. Mai begrüßten wir unsere Gartenfreunde, Gäste und Kinder bei schönstem Sonnenschein zur offiziellen Einweihung des neuen Kinderspielplatzes an unserem Vereinsheim. Im Gartenverein Otto Hue e.V. sind mittlerweile alle Generationen vertreten. Viele Gartenfreunde verbringen hier gerne Zeit mit der Familie, mit Kindern und Enkeln. In den vergangenen Jahren sind auch wieder viele jüngere Kinder dazugekommen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun erstmals einen Spielplatz haben, wo sie gemeinsam aktiv sein und sich etwas austoben können. Auf der Wiese vor dem Vereinsheim laden Schaukel, Karussell, Rutsche und Sandkasten zum Spielen ein und sorgen für willkommene Abwechslung an dem ein oder anderen „Gartentag“. Pünktlich zur neuen Saison wurde der Spielplatz fertiggestellt und konnte von den Kleinen in Besitz genommen werden.

Zur feierlichen Eröffnung wurde gegrillt, es gab Kaffee und Kuchen und kleine Geschenke für die Kinder. Natürlich waren auch die Sponsoren eingeladen. Wir freuen uns sehr, dass sie das Spielplatzprojekt mit finanziellen Zuschüssen ermöglicht und uns bei der Umsetzung unterstützt haben.

Wir bedanken uns auch auf diesem Weg herzlich bei der Sparkasse Dortmund, beim Spielplatzverein und dem Stadtverband sowie bei der Bezirksverwaltung Hörde für die freundliche und engagierte Unterstützung.

 


5 / 2019

40jähriges Jubiläum des Gartenvereins „Kortental“ (Dortmund-Dorstfeld)

Die Stimmung war gut beim 40jährigen Jubiläum des Gartenvereins „Kortental“, das im Vereinsheim „Glück Auf“ in Dortmund-Dorstfeld begangen wurde. Die erste Vorsitzende, Caroline Macziaßek, hieß als Gäste Bürgermeister Manfred Sauer, Heinrich Jordan (Vorsitzender des Stadtverbands Dortmunder Gartenvereine) und Günter Moor (Bezirksvertreter Dortmund-West) willkommen. Ihr besonderes Lob galt Hans Urbaniak (Vorsitzender des „grünen Kreises“), der sozusagen als Schirmherr die Entwicklung der Gartenanlage begleitet und gefördert hat. Er war es, der damals den Verein am 25. Mai 1979 mitbegründete, der den Bagger für die Verlegung der Kanalisation besorgte und dafür sorgte, dass Bäume gepflanzt wurden. Kortental wurde als hundertste Kleingartenanlage damals persönlich von Oberbürgermeister Günter Samtlebe eröffnet, der dafür sogar ein Fass Bier ausgab.

Frau Macziaßeks besonderes Augenmerk gilt jedoch der Zukunft des Vereins, der eingebettet in den Landschaftspark West, einen Mehrwert für die Natur darstellt. Das ist besonders an dem im Jahr 2018 gebauten Biotop zu erkennen, das Pflanzen, Insekten und Vögeln eine neue Heimat bietet und somit für die so dringend benötigte Förderung der Biodiversität sorgt.

Bürgermeister Manfred Sauer hob die Bedeutung der Gartenvereine für den Naturschutz hervor und versprach, dass Dortmunds grüne Flächen nicht anderweitig verplant werden sollen. Er zitierte ein Bonmot der Schriftstellerin Aba Assa: „Wer einen Garten hat, der lebt im Paradies.“ Dem konnten die Gartenfreunde nur beipflichten.

Nicht nur die Gartenanlage feierte an diesem Tag ihr 40jähriges Jubiläum, sondern auch einige Gartenfreunde, die anschließend von Heinrich Jordan und Günter Moor geehrt wurden. Über eine Urkunde und die goldene Nadel des Stadtverbands Dortmunder Gartenvereine freuten sich Marita und Norbert Kneer, Friedhelm und Margot Schröder, Elfie und Kurt Schmidt, Bernhard Dittrich, Birgit und Albert Karl Schmidt (2. Vorsitzender) und Annegret Soeren.

Die Gründungsmitglieder hatten anfangs viel zu tun. Die Lauben der 35 Gärten, die Wege und Leitungen wurden in Eigenleistung errichtet. Auf Parzelle 36 wurde ein Gerätehaus gebaut. Bald stellte sich heraus, dass der Lehmboden die Anlage bei jedem Regenguss in eine mecklenburgische Seenplatte verwandelte. Ursache: Der Untergrund besteht aus undurchlässigem Lehmboden. Die Zustände waren auf die Dauer unhaltbar. Einige Gärtner waren schon so weit, das Handtuch zu werfen. So genehmigte die Stadt Dortmund schließlich nach langen Kämpfen den Bau einer Kanalisation und stellte dafür 45.000 DM zur Verfügung. Die Abwasserleitungen wurden von den Gartenfreunden selbst verlegt. 1989 entstand das neue Vereinshaus. Es wurde in Wuppertal ab- und im Kortental in kürzester Zeit wieder aufgebaut.  Auch die Steine für den Toilettenbau wurden dem Verein gespendet. Der Westfalenpark stiftete Betonsteine für die Außenanlage. All diese Arbeiten waren nur durch den unermütlichen Einsatz aller Mitglieder möglich.

Kortental als Teil des Landschaftsparks West ist heute eine sehenswerte Anlage mit einem tollen Biotiop, das durch seine Artenvielfalt besticht.

Bea Wild (Redaktion Dortmunder Stadtverband)