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9 / 2019

Einladung zur Gartenfachberatung am Samstag, den 5. Oktober 2019 um 14:00 Uhr

Ort: UmweltKulturPark, Ostenbergstraße, 44225 Dortmund-Barop (Nähe "Storckshof")

Der Garten ist in den 80-er Jahren nach den Prinzipien der Permakultur angelegt worden. Ziel ist die Schaffung und Erhaltung von ausgeglichenen, gesunden, sich im Gleichgewicht haltenden Ökosystemen.

Beeindruckend ist für viele Schrebergärtner, bei denen ja manches recht geordnet im Garten sein muss, die gewollte Unordnung und Artenvielfalt. Hier wachsen bewusst auch viele "Unkräuter", die in einem Schrebergarten herausgerissen werden. Unerwünschte Kräuter werden hier ganz anders unterdrückt - nicht mit dunkler Folie, sondern durch Wellpappe und hohe natürliche Abdeckungen.

Ein Besuch des Permakulturparks lohnt sich für jeden Naturinteressierten!

Der Eingang befindet sich gegenüber kath. Studentengemeinde (Ostenbergstr. 107 - Nähe Storckshof)  

Eingeladen sind alle Gartenfreunde und interessierte Bürger.

Die Teilnahme ist kostenlos.


 

9 / 2019

Brückentag

am Freitag, den 4. Oktober bleibt die Geschäftsstelle des Stadtverbandes geschlossen. Wir wünschen allen Gartenfreundinnen und Gartenfreunden einen schönen "Brückentag". Ab dem 7. Oktober sind wir wieder für sie da.  

 


9 / 2019

Anlagenrundfahrt des Stadtverbandes Dortmunder Gartenvereine am 06.09.2019

Bereits um 7.30 Uhr trafen sich 28 Vertreter aus Politik und Verwaltung am Haus der Gartenvereine im Dortmund Wambel um die Rundfahrt durch sechs verschiedene Gartenvereine in Körne, Wambel, Hörde, Wickede und Eving anzutreten. Ziel der Rundfahrt war es, verschiedene, aktuelle Sanierungs- und Bauprojekte den Entscheidungsträgern zu präsentieren und vorzustellen. Die Teilnehmer der Rundfahrt konnten sich davon überzeugen, dass die dem Stadtverband zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel sinnvoll und effizient verwendet wurden.

Gezeigt wurden neben verschiedene Wegebaumaßnahmen auch neue Spielplätze, neu angelegte Bepflanzungen und gestaltete Eingangs-Bereiche. Außergewöhnliche Projekte waren der „Bienen-Garten“ und der „Senioren-Naschgarten“ im Gartenverein „Zur Sonnenseite“ in Eving. Besonders gelobt wurde die wassergebundene Wegeoberfläche (Wege aus Dolomitsand) in den Gartenanlagen „Fritz Henßler“ und „Dietrich Keuning“. Aus ökologische Sicht ist diese Bauweise besonders positiv zu bewerten, da die Oberfläche nicht versiegelt wird, und Regenwasser versickern kann.

Bei allen Projekten haben sich die Vereine im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteiligt: sei es durch eine finanzielle Beteiligung oder im Rahmen von Gemeinschaftsarbeit z.B. beim Pflasterlegen. Die Dortmunder Gartenanlagen sind Teil  der öffentlichen Grünfläche und bieten ideale Erholungsmöglichkeiten für Groß und Klein. Von dem vorbildlichen Zustand der Anlagen konnten sich die Teilnehmer der Rundfahrt überzeugen und sprachen den Aktiven in den Vereinen und den Verantwortlichen beim Stadtverband ein großes Lob aus.

 


9 / 2019

Dortmunder Gartenfreunde sind die ersten Träger der Ehrennadel

Im Rahmen der Anlagenrundfahrt des Stadtverbandes Dortmunder Gartenvereine wurde den Gartenfreunden Günter Lepenies und Hans Jürgen Droll die Ehrennadel der Freiwilligen Agentur zur Anerkennung des Ehrenamtes übereicht. Die Ehrennadel ist Teil des „Konzeptes zur Förderung der Anerkennungskultur – Das Dortmunder Model“, das im März 2019 vom Rat beschlossen wurde.  Mit der Nadel werden Mitbürger ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich engagieren.

Günter Lepenies ist  insgesamt 35 Jahre im Vorstand des Gartenvereins „Nord-Ost“  (als Schriftführer und Vorsitzender) aktiv. Aber auch über den Gartenzaun hinaus ist er immer wieder ehrenamtlich unterwegs – z.B. beim Stadtteilfest "Körne blüht auf", der Müll-Sammel-Aktion "Körne putzt sich raus" oder der Aktion "Schachtzeichen" (2010).

Hans Jürgen Droll ist bereits seit 40 Jahren Vorsitzender seines Gartenvereins „Winkelried“. Darüber hinaus  ist er seit 8 Jahren bei Stadtverband Dortmunder Gartenverein, erst als Kassierer, dann als Stellvertretender Vorsitzender,  aktiv.

links: Günter Lepenies
rechts: Hans Jürgen Droll

Die Ehrennadeln würden überreicht von Frank Ortmann (Vorstandssprecher des Trägervereins der Freiwilligen Agentur Dortmund),  Karola Jaschewski (Geschäftsführerin der Freiwilligen Agentur Dortmund), Heinrich Jordan (Vorsitzender des Stadtverbandes Dortmunder Gartenvereine) und Heinz Dieter Düdder (SPD Ratsfraktion).

Der Stadtverband gratuliert den beiden Geehrten sehr herzlich und freut sich, dass die ersten beiden Ehrenadeln an ehrenamtlich aktive Gartenfreunde verliehen wurden.  

 


8 / 2019

Endbegehung im Einzelgarten-Wettbewerb 2019

Zum diesjährigen Einzelgarten-Wettbewerb hatten sich 178 Gartenfreundinnen und Gartenfreunden aus 49 Gartenvereinen angemeldet. In der Vorrunde, die im Mai bzw. Juni stattgefunden hatte, wurden die 5 schönsten Kleingärten je Bezirk ermittelt.

Am 7. und 8. August hat sich die Jury der Endrunde auf gemacht und alle 25 Gärten nochmals begutachtet. Bewertet wurden u.a. Obst- und Gemüseanbau, Stauden und Zierpflanzen, Kompostierung und Gestaltung. Ein weiteres, wichtiges Kriterium war die ökologische Bewirtschaftung des Gartens und ökolohgische Kleinmaßnahmen wie Biotope, Nisthilfen oder Vogeltränken.

Nach zwei Tagen hatte die Jury 25 wunderschöne Gärten besucht und bewertet. Diese Entscheidung über die Platzierung haben sich die Jury-Mitglieder nicht leicht gemacht und sie ist in vielen Fällen auch äußerst knapp ausgefallen. Welcher Garten auf welchen Platz gelandet ist, wird auf der Siegerehrung im Oktober bekannt gegeben. Die Einladungen dazu wurden vom Vorsitzenden des Stadtverbandes, Gartenfreund Heinrich Jordan, persönlich an die Teilnehmer und Vereinsvertreter bei der Begehung übergeben.


7 / 2019

Schulungsfahrt des Stadtverbands Dortmunder Gartenvereine zur Buga 2019 in Heilbronn

Die Sonne meinte es gut mit uns, als wir am 20. Juli das Gelände der Buga Heilbronn betraten. Auf Rat unserer Führerin besorgten sich deshalb einige die feilgebotenen Sonnenhüte und los ging es. Als erstes erhielten wir am großen Plan einen Überblick über das Gelände und die einzelnen Sehenswürdigkeiten. Die Buga wurde auf einer ehemaligen Industriebrache am Ufer des Neckars aus der Taufe gehoben und geht mit einer erstmaligen Kombination aus Garten- und Stadtausstellung neue Wege. Das schön gestaltete Gelände wird ergänzt durch innovative urbane Architektur, die nach Ende der Ausstellung noch erweitert werden soll. Erinnert ein bisschen an den Phönixsee. Viele Pavillions sind sowohl durch ihre Architektur als auch die darin stattfindende Präsentationen einen Besuch wert. Dafür waren umfangreiche bauliche Maßnahmen erforderlich: Eine Straße wurde verlegt, das Ufer des Neckars freigelegt und mit naturnahen Uferzonen und Überschwemmungsflächen ergänzt. Eine begehbare Wasserkaskade und viele Flachuferzonen laden zur Erfrischung ein und werden ebenso wie die Wasserspielplätze von zahlreichen Kindern begeistert angenommen. Der Aushub der Überschwemmungsflächen wurde genutzt um eine abwechslungsreiche Hügellandschaft zu gestalten, auf der sich sehr unterschiedliche, ästhetische Blumeninseln abwechseln. Man findet zahlreiche Natur- und Themengärten. Die Blumenarrangements aus einjährigen Sommerblumen und Stauden wirken durch die Einbeziehung von Gräsern und teilweise auch Gemüsepflanzen luftig und schön. Oft hat man auf Farbfamilien,  aber auch starke Kontraste bei der Gestaltung gesetzt. Einige sind in rot, andere in Gelb- oder Blautönen gehalten. Fackel- und Taglilien bilden leuchtende Farbtupfer. Korrespondierend dazu wird die Farbgestaltung durch passende Sonnenschirme und Holzhütten ergänzt. Insgesamt erlebt man eine große Vielfalt an Blühpflanzen für die unterschiedlichsten Standorte.

Der Klimawandel und das Insektensterben haben auch die Planer der Buga umgetrieben und so liegt der Schwerpunkt dieser Gartenausstellung auf naturnaher Gestaltung und Erhaltung der Natur. Eine Möglichkeit bietet hier das Black Box Gardening. Wie unsere Führerin berichtet, hat man sich vorgestellt, dass Blumensamen aus aller Welt in großen Holzkisten bei einem Sturm von einem Schiff gespült werden und sich das Saatgut über das Ufer ergießt. Die Pflanzen, die sich an den Standort am besten anpassen, überleben und bilden neue Pflanzengemeinschaften. Passend zu dieser Geschichte hat man verschiedene Samenmischungen in großen schwarz geflammten Holzkisten ausgesät. „Das Black Box Gardening setzt auf selbst versamende Pflanzen, die sich eigenständig ausbreiten und einen passenden Standort suchen. Das spätere Erscheinungsbild des Gartens ist eine Überraschung. Gestaltet wird durch Reduktion. Ein Teil der Pflanzen darf den gesamten Lebenszyklus von der Keimung bis hin zum Samenstand durchlaufen.“ Die Pflanzen, die besonders geeignet sind, um Insekten Nahrung und Unterschlupf zu bieten, waren in den Kästen teilweise schon vertrocknet. Das ist in diesem Fall aber gewollt, denn sie sollen sich ja wieder aus samen. In diesem Bereich der Buga gibt es auch wichtige Tipps, wie man für Insekten Brut- und Nistmöglichkeiten schaffen kann. Dass Insektenhotels auch ästhetisch sein können, zeigen die beiliegenden Fotos. Wichtig als Lebensraum sind auch lockere Natursteinmauern, Benjeshecken, Wasserstellen und Sandflächen, um den Bedürfnissen der Insekten gerecht zu werden. Teppichkamille und Teppichthymian kann als Rasenersatz verwendet werden. Die etwa 2 m hohe Kardendistel fängt in ihren Blattachseln Wasser auf und kann so als Insektentränke dienen.

Eine zentrale Rolle in der Buga nimmt der Neckarbogen ein. An ihm entlang ist das ganze Gelände gestaltet worden. Dabei ist die Wiederbelebung der alten Hafenanlage gewollt. Man kann am Ufer entlang schlendern und viel Natur entdecken. Enten, Schwäne und Fischreiher verstecken sich zwischen blühenden Uferzonen und Schilfgürteln. Eine Bisamratte mit stattlichen Ausmaßen äst alles andere als scheu auf einer Wiese. Hier gibt es auch noch alten Baumbestand mit Trauerweiden, die uns Schatten bieten. Ein Hingucker ist die reich mit Blumenkästen geschmückte Brücke. Abwechslungsreich zusammengestellte Balkonpflanzen verwandeln diese in ein Blütenmeer. Nach der Überquerung gelangt man zu einer Schiffsanlegestelle, kann mit der „Willi Schneider“ eine Rundfahrt machen und das Gelände nochmal von der Wasserseite erleben.

Natürlich kann man bei einem Besuch der Gartenausstellung nicht alles erleben, insbesondere nicht das umfangreiche Kulturprogramm und die einmal wöchentlich stattfindenden Wasserspiele. Ein weiterer Besuch lohnt sich deshalb.

Am nächsten Tag statteten wir der Gartenanlage „Sontheimer Landwehr“ einen Besuch ab. Der seit 50 Jahren bestehende Verein hat 261 Pächter, die Größe der Anlage beträgt 905 Ar. Leider konnten wir von den Gärten selbst nicht besonders viel sehen, weil diese von hohen Hecken umschlossen waren. Auch die unterschiedlich gestalteten Gartentore verwehrten oft den Einblick. Der Garten der Jugendgruppe, die sich nach 4 Jahren ihres Bestehens auflöste, wird derzeit von der Garten AG der Wilhelm-Hauff-Schule bewirtschaftet und gepflegt. Wie der 1. Vorsitzende, Andreas Funk, uns berichtete, war im letzten Jahr eine Laube abgebrannt. Das war besonders dramatisch, weil sie nicht versichert war. Der Vorstand erwies sich als sehr gastfreundlich und wir wurden mit gegrilltem Fleisch und Kaffee und Kuchen verwöhnt.

 

Nach diesen zahlreichen Eindrücken traten wir die Rückfahrt nach Dortmund an. Ich freue mich schon darauf einige Ideen in meinem Garten bzw. unserer Gartenanlage umsetzen zu können.

Fotos u. Text: Bea Wild

 

Weiterführende Literatur zu Blackbox Gardening:

Jonas Reif, Christian Kress, Jürgen Becker, Blackbox Gardening

Mit Versamen Pflanzen Gärten gestalten, Ulmer Verlag