2018

 


Fachberatung Stadtverband: Jahresabschluss  im Verbandshaus (Dezember 2018)

Zur letzten Fachberatung im Jahr 2018 hatten wir Frank Gerber vom Stadtverband Dortmunder Gartenvereine zu Gast. Frank Gerber berichtete über die verschiedenen Gehölztypen (z. B. Hainbuchen, Liguster u.ä.)  in den Gehölzstreifen der Anlagen und wies darauf hin, dass Thujen nicht zulässig sind. Das Rahmengrün und die Vogelschutzhecken sollten aus heimischen Wildgehölzen bestehen. Holunder, Weißdorn und z. B. Pfaffenhütchen bieten sich für eine bunte Hecke an. Im geschützten Dickicht nisten gerne viele Vögel und im Herbst sorgen die bunten Beeren für einen reich gedeckten Tisch. Wichtig ist die Schnittzeit der Sträucher: nur vom 1. Oktober bis zum 28. Februar dürfen die Sträucher stark geschnitten werden. Zu anderen Zeiten darf nur der Jahreszuwachs entfernt werden und man muss darauf achten, eventuell nistende Vögel nicht zu stören. 


Über das Wegebegleitgrün wie Stauden, Bodendecker und Rosen informierte Frank Gerber im Rahmen der Präsentation und führte Beispiele über schlechten Schnitt an. Anstatt einzelne Arten in Form zu schneiden, ist es besser, das gesamte Grün gleichmäßig zu bearbeiten. Dadurch hat man weniger Bodenpflege zu erledigen und Unkräuter können in dicht gewachsenen Anlagen kaum Wachstum entwickeln. 

Besteht das Begleitgrün aus Rosen, so ist darauf zu achten, dass die Rosen erst zur Zeit der Forsythienblüte geschnitten werden. Bei einer Neupflanzung muss vorher der Boden großzügig ausgetauscht werden. 

Nach dem Vortrag wurde Resümee über die Termine dieses Jahres gezogen und auf die neuen Fachberatungstermine hingewiesen. Der Abend endete mit einem gemütlichen Beisammensein und netten Gesprächen.

 


Fachberatung Stadtverband: Kompost - Gold des Gärtners (November 2018)

Der Gartenfachmann Klaus-Dieter Kerpa von der Firma Neudorff referierte am Freitag, 9. November 2018 auf unserer Gartenfachberatung über Kompost - das Gold des Gärtners. Kompost eignet sich zur Verbesserung unserer Böden, aber auch zur Herstellung von Blumenerde. Je nach Nährstoffgehalt ist ausgereifter Kompost ein vollwertiger Dünger und kann so den Einsatz zusätzlicher Düngemittel überflüssig machen. Doch leider werden häufig Fehler beim Kompostieren, dem ältesten Recyclingverfahren der Welt, gemacht. Der Vortrag von Herrn Kerpa gab viele praktische Tipps, um die gröbsten Fehler zu vermeiden, damit der Kompost nicht unangenehm riecht. 

Dabei wurden viele Anregungen zu Kompostsystemen, Materialauswahl, Durchführung, Kompostzusätzen usw. gegeben. Ausführlich wurden die wichtigsten Kriterien wie C:N-Verhältnis (Kohlenstoff = C und Stickstoff = N), Feuchtigkeit, Materialstruktur usw. besprochen. Des Weiteren kamen Themen wie Spezialkomposte, Flächenkompostierung, Regenwurmkasten, Kressetest, aber auch Kompostverfahren wie "Bokashi" und torffreie Erden zur Sprache. 

Am Ende des Vortrags verteilte Herr Kerpa einige Proben aus dem Hause Neudorff sowie umfangreiche und kostenlose Fachliteratur zum Thema Kompost.

 


Fachberatung Stadtverband: Farbenfeuerwerk im Rombergpark Botanischer Garten (Oktober 2018)

Bei strahlendem Oktoberwetter haben wir am 12. Oktober 2018 den botanischen Garten Rombergpark besucht. Ihr Leiter Dr. Patrick Knopf nahm uns in Empfang und berichtete uns, dass der Name Romberg der Name eines alten Adelsgeschlechts ist, das seinen ursprünglichen Sitz auf der Burg Rodenberg bei Menden hatte. Das Geschlecht erschien 1249 urkundlich das erste Mal. 1483 fiel Schloss Brünninghausen an die Familie Romberg, die dieses vor dem 1. Weltkrieg an die Stadt Dortmund verkaufte.

Neben dem eigentlichen Schloss gehörten zahlreiche Kotten und Höfe in Barop, Hacheney, Wellinghofen, Kleinholthausen und Lücklemberg zum Besitz der Familie. Auch umfangreicher Waldbesitz an den Hängen des Ardeygebirges gehörte zu Schloss Brünninghausen. Eine wichtige Geldquelle waren die Mühlen an der Emscher und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Abbau der oberflächennahen Kohleflöze und der spätere Stollen- und Tiefbau. Die Rombergs waren Patronatsherren der Kirche in Wellinghofen, in der man das Familienwappen sehen kann. Gisberg von Romberg war während der französischen Herrschaft Präfekt des Ruhrgebietsdepartements. Von den alten Schlossanlagen sind nur noch wenige Grundmauern erhalten sowie Stallungen und das sehr schöne Torhaus, in dem regelmäßige Ausstellungen stattfinden.

In den Jahren 1820 bis 1822 wurde in Auftrag der Familie Romberg auf deren Ländereien, weil es derzeit gerade Mode war, ein Landschaftsgarten nach englischem Vorbild anzulegen. 100 Jahre später kaufte die Stadt Dortmund den Park und legte dort in den darauffolgenden Jahren den Botanischen Garten an.

Heute ist der Park 65 ha groß und weist viele seltene botanische Besonderheiten und Pflanzen aus aller Welt auf. Er zählt europaweit zu den größten botanischen Waldgärten, die auch Arboretum genannt werden. Viele seiner alten Bäume stehen unter Naturdenkmalschutz.

Nach diesem historisch geprägten Intro ging es dann buchstäblich „ab in die Botanik“: Dr. Patrick Knopf nahm uns mit auf eine rund zwei Stunden währende Reise, die besonders durch einige Waldgebiete führte, wie sie in anderen Kontinenten unserer Erde vorkommen.

Doch zunächst lagen schon einige botanische Schätze am Wegesrand. Wie ein stattlicher Ginko biloba „tremonia“, nicht weit davon entfernt ebenfalls am nördlichen Eingangsbereich mächtige Platanen, die laut Dr. Knopf noch vor der eigentlichen Schaffung des Englischen Landschaftsgartens im Rombergpark 1805 gepflanzt wurden und demnach schon 213 Jahre alt sind. Schon bald blickten wir auf den Sumpfteich im östlichen Teil, malerisch umsäumt vor allem von Sumpfzypressen, aber auch andere Baumarten wie über 200 Jahre alte Buchen flankieren ihn. Nicht nur wir, sondern auch viele Wasservögel wie Enten, Nil - oder Kanadagänse genossen bei unserem Besuch die strahlende Oktobersonne. Sumpfschildkröten, die hier ausgesetzt wurden, lagen auf umgestürzten Baumstämmen und nahmen ein Sonnenbad. Weiter ging es in Waldbereiche, wie sie besonders in Nordamerika oder Asien vorkommen, in die so genannten pflanzengeographischen Abteilungen. Die bunte Herbstfärbung, von der Sonne noch bekräftigt, verschaffte uns den Eindruck und die Illusion: so muss es zum Beispiel in Kanada im „Indian Summer“ aussehen, bei der ja besonders die Rotfärbung der Blätter zusammen mit anderen Farben eine wunderbare farbige Silhouette erzeugt. Ein beeindruckender Hauch von „Indian Summer“ mitten in Dortmund!

In diesen Waldbereichen stießen wir auf weitere botanische Raritäten, die Dr. Patrick Knopf uns präsentierte, immer garniert mit Informationen über ihre Herkunft und botanischen Merkmale. Auch die ein oder andere Anekdote schmückten Dr. Knopfs Erzählungen, der uns auch auf eingebettete Spielmöglichkeiten für Kinder mitten im Wald hinwies. Auf alle aufgezeigten Gehölze und Bäume hier einzeln einzugehen, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Zu groß ist ihre Fülle, rund 4.500 Pflanzenarten sind es im Park. Insgesamt sind es laut Angaben der Parkleitung etwa 50.000 Gehölze auf einer Fläche von 1.400 Fußballfeldern. Erwähnt seien hier aber noch der unscheinbar am Wegesrand liegende 60 Millionen Jahre alte versteinerte Baumstumpf, die attraktiven Taschentuchbäume aus China, eine herrliche Blutbuche nahe des Nordeinganges und wohl der „Star“ im Rombergpark, obwohl optisch nicht so hervorstechend, eine Scheibennuss. Sie kommt in Europa extrem selten vor, ist eine kleine Walnussart. Jährlich versendet die Rombergparkleitung ihre Samen in botanische Gärten aller Herren Länder, damit diese seltene Baumart vermehrt und erhalten bleiben kann.

Wieder aufgetaucht aus den Wäldern, die uns letztlich noch seltene Nadelbäume präsentierten, machten wir auf dem Weg zum Ziel- und Ausgangspunkt noch einmal Halt, um den „Roten Bach“ zu bestaunen. Die rostrote Färbung des Bachbettes bis hin zu einem rostigen Geruch ist eine besondere Attraktion im Rombergpark. Dieser Effekt entsteht durch eisenhaltige Zuflüsse des Schondellebaches, der durch den Park und rings um den großen Teich im Norden plätschert. Das Wasser ist konstant 13 bis 15 Grad warm. Sind es im östlichen Teilbereich eisenockerhaltige natürliche Quellen, welche die Rostfärbung erzeugen, so sorgt aus den westlichen Bereichen ebenfalls eisenockerhaltiges Grubenwasser aus der ehemaligen Zeche Glückaufsegen dafür. Und der Eisenocker bewirkt ganz einfach, dass das Bachbett „rostet“.

Am Ende der Exkursion schwirrten die Köpfe der Teilnehmer ob der Fülle vermittelter Informationen, gehörter Anekdoten und prächtiger optischer Eindrücke. Es bedarf einfach weiterer Besuche und Führungen, um den Rombergpark in seiner Gänze kennenzulernen. Bei unserem Besuch haben wir ja zum Beispiel die Pflanzenschauhäuser und weitere Attraktionen im Park ganz außer Acht gelassen, dies hätte den Zeitrahmen gesprengt. Einig waren wir uns am Ende unseres diesmal absolvierten Spazierganges: „Wir kommen bald einmal wieder und werden damit nicht bis 2022 warten, wenn der Rombergpark 200 Jahre alt wird“. Nach diesem Versprechen dankten wir letztlich beim Abschied Dr. Patrick Knopf für seine besonders informative und beeindruckende Führung.

 


Fachberatung Stadtverband: Besuch des Dahliengartens Ochtrup und Führung durch den Kreislehrgarten Steinfurt (September 2018)

Am Samstag, den 1. September 2018 besuchten 55 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde im Rahmen einer Studienfahrt den Dahliengarten in Ochtrup und den Kreislehrgarten in Steinfurt. 

Der vom Ehepaar Lohmeier privat geführte Dahliengarten ist rund 1.400 Quadratmeter groß . Ab Mitte April wurden dort über 1.000 Dahlienknollen gepflanzt, die in einer Garage überwintern. Wir konnten in dem Garten über 350 verschiedene Dahliensorten bewundern - das war wirklich eine Augenweide! Das Ehepaar Lohmeier führte uns durch die schmucken Dahlienfelder und informierte über die verschiedenen Dahlienarten, die Züchtung, Vermehrung und Versorgung der Dahlien. Während des gut 1-stündigen Besuchs wurden wir mit Kaffee und Keksen versorgt. 

Kontakt:
Dahliengarten Ochtrup
Gronauer Str. 133
48607 Ochtrup
Tel. 02562 80895
E-Mail:
dahliengarten-ochtrup@web.de
http://www.dahliengarten-ochtrup.de 

Nach dem Mittagessen im Restaurant Happens Hof in Ochtrup besuchten wir den Lehrgarten des Kreises Steinfurt - eine einzigartige Einrichtung im Münsterland. Der Lehrgarten hat eine Größe von ca. 30.000 Quadratmetern und wurde bereits 1914 im Steinfurter Ortsteil Burgsteinfurt als "Kreis Obst- und Gemüsegarten" gegründet. Seither ist er Demonstrations-und Schulgarten, in dem sich jedermann über die vielfältigen Möglichkeiten der Gartengestaltung informieren kann. Bei der Führung konnten wir nicht nur die wirklich schön angelegten Sommerblumen- und Staudenbeete, den Fuchsiengang, die Kräuterecke, den alten Baumbestand bestaunen - ein besonderer Hingucker war der Gemüsegarten und die Obstplantage mit über 300 Obstsorten. 

Fast 90 Apfel-, 60 Birnen-, 30 Pflaumen- und 12 Kirschsorten werden auf Wuchsverhalten und Geschmack getestet. Beim Beerenobst haben die Johannisbeeren mit 14 Sorten und die 12 Sorten Heidelbeeren einen großen Anteil. Raritäten wie Quitten und Mispeln oder Nashis sind ebenfalls im Sortiment. 

Abgesehen von der Sortenvielfalt prägen verschiedene Baumformen den Obstgarten. Kern- und Steinobst werden entweder als Spalier, Busch, Halbstamm oder Hochstamm angepflanzt. Das gesamte Obst wird, solange der Vorrat reicht, im Hofladen direkt verkauft. 

Alle Teilnehmer fanden die dort verbrachte Zeit zu kurz und viele werden in der nächsten Zeit diesem tollen Garten einen weiteren Besuch abstatten. Nach dem Kaffeetrinken in der Konditorei Probst in Steinfurt traten wir die Heimreise an.

 


Fachberatung Stadtverband: Spaziergang durch Dortmunder Gartenvereine in Dorstfeld (August 2018)

Zum Spaziergang durch den Gartenpark Innenstadt-West trafen sich am Freitag, den 10. August 2018 trafen sich 30 Gartenfreunde am Vereinshaus des Gartenvereins "Glück Auf", um die  interessantesten Plätze und Gärten des Gartenparks, der aus den Gartenanlagen "Glück Auf", "Oberdorstfeld" und "Kortental" in Dorstfeld besteht, aufzusuchen.

Begleitet wurden wir vom Vorsitzenden Manfred Schlitzer und vom Kassierer Günter Mohr vom GV "Glück Auf" und von der Vorsitzenden Caroline Macziaßzek und Freya Marx vom GV "Kortental". 

Höhepunkte waren  sicherlich der Bienen-Lehr- und Schaugarten, die Insektenhotels und die vielen  in der Gartenanlage verteilten Spielmöglichkeiten für die Kinder im GV "Glück Auf", die begehbare Kräuterspirale, die Generationen- und Schulgärten im GV "Oberdorstfeld" und das Biotop im GV "Kortental". Zum Abschluss der knapp 1 1/2-stündigen Veranstaltung traf man sich zu einem kleinen Grillfest, wo über die gewonnenen Eindrücke ausgiebig diskutiert wurde. 
Erstmalig fand eine Fachberatung im August statt. Da dieses Angebot positiv angenommen wurde und augenscheinlich allen Teilnehmern viel Freude bereitet hat, werden wir im August 2019 - statt einer Sommerpause - wieder interessante Gartenanlagen besuchen, um sozusagen auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.

 


Fachberatung Stadtverband: Essig- und Öl-Verkostung (Juli 2018)

Da der geplante Sommerostbaumschnitt ausfallen musste, konnten wir kurzfristig Frau Simone Erpelding vom Weinfachgeschäft "Zapfhahn" für einen Besuch gewinnen. 

Wir erfuhren viel über die verschiedenen Öle und ihre Herstelllung sowie die besondere Verwendung je nach Sorte für Salate und Gemüse, zur Pasta, zum Dippen mit Brot, für Antipasti und vieles mehr. 

Ebenso spannend waren die Informationen über die veredelten Essige mit ausgesuchten Fruchtextrakten. Wir  konnten so unterschiedliche Sorten wie z. B. Feigen-, Cranberry-, Weinbergpfirsich-, Himbeer-, Blaubeer-, Marille-, Tomate-, Erdbeer- und auch Bier-Balsam-Essig probieren. Frau Erpelding bot einen sehr lecker angerichteten Salat, tolle Aufstriche, eingelegte Mozzarella, Dips, Zucchinikuchen und Brot an, alle mit Ölen oder Essigen angerichtet. 

Es war eine sehr harmonische, informative und - wegen der leckeren Mitbringsel - eine köstliche Veranstaltung.

 


Fachberatung Stadtverband: Führung durch das Dortmunder Rosarium (Juni 2018) 

Weitere Fotos gibt's im Fotoalbum.Am 18. Juni 2018 fand der Ersatztermin für die 10 Tage zuvor kurzfristig abgesagte Rosenführung statt. Unsere Referenten Ulrich Perpeet und Hermann Kopp von den Rosenfreunden Dortmund führten uns mit viel Sachverstand und einigen Anekdoten entlang des Rosenweges durch den Dortmunder Westfalenpark. Das Deutsche Rosarium wurde 1969 zur Eröffnung der Euroflor im Westfalenpark gegründet und weist mittlerweile einen Bestand von 2.500 Rosensorten und über 50.000 Rosen auf. Während der gut zweistündigen Führung sahen wir schön angelegte Gärten u. a. im Jugendstil, einen mittelalterlichen Garten und einen Bürgergarten sowie viele internationale Gärten aus Ungarn, Belgien, Niederlande, Frankreich, England, USA, Dänemark und der DDR. Auch viele Rosen bekannter deutscher Rosenzüchter (Kordes, Lambert, Noack und Tantau) konnten wir bewundern.Sehenswert war auch ein großes Beet mit allen derzeit anerkannten ADR-Rosen (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung). Rosen, die diese Prüfung bestanden haben, gelten als besonders widerstandsfähig gegenüber Blattkrankheiten. Aber auch Merkmale wie Blüte, Duft, Wuchsform, Reichblütigkeit und Winterhärte spielen bei der Prüfung eine Rolle. 

Zum Abschluss des Rosenweges sahen wir noch viele Wildrosen, historische Rosen, Kaskadenrosen sowie den Rosengarten am Kaiserhain. 

Zum Schluss noch ein Tipp für alle, die an diesem Termin nicht teilnehmen konnten: Rosenführungen der  Rosenfreunde Dortmund finden von Juni bis Oktober regelmäßig statt (siehe Termine). 

Kontakt:
Deutsches Rosarium Dortmund GRF
Thomas Lolling, Westfalenpark, An der Buschmühle 3, 44139 Dortmund
Tel. 0231 50-26100
E-Mail:
rosarium@dortmund.de
Internet: http://www.rosarium.dortmund.de 

Freunde des Deutschen Rosariums Dortmund GRF in der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V.
Hermann Kopp, Somborner Straße 14, 44388 Dortmund

 


Fachberatung Stadtverband: Studientagesfahrt zur RHODO 2018 in Westerstede (Ammerland) (Mai 2018)

Am 19. Mai 2018 fand die Studienfahrt des Stadtverbandes Dortmunder Gartenvereine zur Rhodo in Westerstede (Ammerland) statt, an der 54 Gartenfreunde teilnahmen. Die nur alle 4 Jahre stattfindende Rhododendrenschau stand in diesem Jahr unter dem Motto "Perspektivwechsel" und setzte ganz neue spannende Akzente mittendrin in farbenprächtig blühenden Rhododendronlandschaften. Fachvorträge und Tipps für Pflanzenprofis, eine informative Rhododendron-Ausstellung, ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm und eine Lifestyle-Messe mit Dekorativem und Nützlichem für Freizeit, Hobby, Haus und Garten rundeten das Angebot ab.

 


Fachberatung Stadtverband: Besuch der Demeter-Gärtnerei in Grevel (April 2018)

Seit Anfang der 80-er Jahre wird in der Werkhof Gärtnerei nach Demeter-Richtlinien biologisch-dynamischer Gemüseanbau betrieben. Unsere Referentin, die Gärtnerin und Sozialpädagogin Rita Breker-Kremer, leitet die Gärtnerei und bewirtschaftet zusammen mit Schülern im Rahmen einer Schulersatzmaßnahme, ihren 3 Gärtnern und einigen Saisonkräften eine Anbaufläche von ca. 4 ha Freiland und 0,5 ha in 13 Gewächshäusern. Selbstverständlich wird in der Gärtnerei auf chemische Düngung und Pestizide vollkommen verzichtet. Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliegen usw. werden durch Nützlinge wie Florfliegen, Gallmücken, Raubmilben, Schlupfwespen, Nematoden usw. biologisch bekämpft. Ausgewähltes Saatgut, Erzeugung eigener Jungpflanzen, Kompostarbeit, Bodenerhaltung und -verbesserung sowie schonende Bodenbearbeitung sind Merkmale ihrer Arbeit. Davon konnten wir uns bei dem Rundgang praktisch überzeugen. Sehr hilfreich waren auch Tipps, wie im Gartenkompost Bakterien durch Erwärmen vernichtet werden können. Dies kann auch zu Hause im Backofen bei 85 Grad und einstündiger Behandlung auf Backblechen erfolgen. 

Es werden über 50 verschiedene Gemüsesorten und Kräuter angebaut. Von der Aussaat bis zur Ernte werden in Glasgewächshäusern, Folientunneln und im Freiland hauptsächlich Frisch- und Feingemüse produziert. Bei den Sortenraritäten handelt es sich um Sorten aus unserer Region oder um vergessene Kulturpflanzen und Raritäten aus anderen Ländern, die auch bei uns gedeihen. 

Seit einigen Jahren werden die Erden mit eigenem, also Demeter-Präparaten geimpftem Kompost für die Aussaat, fürs Pikieren und Topfen hergestellt. Vor zwei Jahren wurde begonnen, Topferde aus einem torffreien Substrat aus Kokosfasern und Holzspänen und eigenem  Kompost herzustellen. Alle getopften Jungpflanzen wachsen in diesem Substrat. 

Es war eine gelungene Führung durch den Betrieb, an dem über 70 interessierte Leute teilgenommen haben und wir möchten auch auf diesem Weg unserer Referentin Rita Breker-Kremer herzlich für die ausführliche und informative Führung danken. 

Kontakt:
Werkhof Projekt gGmbH / Demeter Gärtnerei
Werzenkamp 30
44329 Dortmund
Tel. 0231 72989230
Bioladen auf dem Gärtnereihof Öffnungszeiten: Di und Fr: 10 bis 18 Uhr
Gärtnerei Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 bis 16 Uhr (Di und Fr bis 18 Uhr)

 


Fachberatung Stadtverband: Obstbaumschnitt (März 2018)

Die Fachberatung des Stadtverbandes Dortmunder Gartenvereine lud zu seiner jährlichen Lehrveranstaltung "Praktischer Obstbaumschnitt" am Samstag, den 3. März 2018 in 4 verschiedenen Gartenanlagen ein.

Hierbei wurde den Mitgliedern der Gartenvereine und anderen Interessenten die Gelegenheit geboten, sich mit der Praxis im Obstbaumschnitt vertraut zu machen. Es wurde dabei praxisnah demonstriert, wie ein Pflanz-, Erziehungs- oder Überwachungsschnitt durchgeführt wird. Auch wurden Tipps zur richtigen Pflanzung, Standortwahl und Sortenwahl sowie zur Auswahl der passenden Obstunterlagen vermittelt.

Die Vorführungen fanden in folgenden Gartenanlagen statt:
10:00 Uhr, Gartenverein "Winkelried", Winkelriedweg 127, Dortmund-Wambel, Referent Ingo Klammer
10:00 Uhr, Gartenverein "Zur Sonnenseite", Waldecker Str. 18, Dortmund-Eving, Referent Frank Gerber
13:00 Uhr, Gartenverein "Nette", Haberlandstr. 100, Dortmund-Nette, Referent Ingo Klammer
13:00 Uhr, Gartenverein "Schrebergarten 06“, Tewaagstr. 13, Dortmund-Innenstadt Ost, Referent Frank Gerber

An dem Obstbaumschnitt nahmen in unserer Anlage 27 Gartenfreunde teil. Unser Referent Frank Gerber erklärte zunächst in unserem Vereinsheim ca. eine Stunde die Bedeutung des Obstbaumschnitts.

Er erläuterte zunächst den Aufbau des Baumes mit Wurzel (Unterlage), Veredelungsstelle, Stamm, Leitästen und Fruchtästen. Sodann informierte er ausgiebig über die Pflanzung eines Obstbaumes mit Pflanzzeit, Pflanzloch, Pflanzerde, Wurzelschnitt, Baumpfahl. Dabei ging er auch auf den vorsorglichen Schutz des Baumes in Form von Wühlmauskörben, Baumscheiben und Stammschutz ein. Danach erklärte zunächst theoretisch die Schnittarten (Pflanzschnitt, Instandhaltungsschnitt und Verjüngungsschnitt) und Schnitttechniken. Abschließend gab er noch heiße Tipps zur Sortenauswahl, Krankheiten, Schädlingen und Bodenverbesserung.

Frank Gerber hatte sich für den praktischen Teil einen alten, jahrelang schlecht geschnittenen Apfelbaum ausgesucht. Bei diesem Baum sind in der Vergangenheit die Äste immer wieder an derselben Stelle abgeschnitten worden, sodass sich an den Enden dicke Knubbel gebildet hatten. Dadurch konnte sich natürlich kein Fruchtholz bilden, sodass der Baum seit vielen Jahren nur wenige Früchte trug.

Alle Gäste wurden während der Vorführung mit heißem Kaffee und Tee sowie mit leckeren Bratwürstchen und Brötchen versorgt.

 


Fachberatung Stadtverband: Alte Tomaten- und Gemüsesorten (Februar 2018) 

Die Fachberatung im Februar lockte mit dem Thema "Alte Tomaten- und Gemüsesorten" 107 begeisterte Tomatenfreunde in das Verbandshaus. 

Unsere Referentin Rita Breker-Kremer von der Werkhof-Gärtnerei in Grevel betreibt seit über 35 Jahren einen biologisch-dynamischen Gemüseanbau. Neben vielen anderen Gemüsen werden in der Gärtnerei über 100 (davon 60 historische) Tomatensorten und 35 Chilisorten angebaut; dabei wird großer Wert auf die Erhaltung traditioneller und vergessener Kulturpflanzen gelegt. Der Geschmack der Früchte ist unübertroffen und das Erscheinungsbild unterscheidet sich von den heute üblichen Sorten. Viele der alten Gemüse haben es verdient, in unseren Gärten einen Platz zu finden.Die Tomate (auch Paradeiser oder Paradiesapfel genannt) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Erst im späten 19. Jahrhundert kam sie nach Deutschland, zunächst unter dem Namen Goldapfel und erst nach dem 2. Weltkrieg verbreitete sie sich - dann vielfach unter holländischen Treibhäusern - als gern gegessenes Gemüse. 

Tomaten sind krautige Pflanzen, einjährig und die meist rote Frucht ist eine Beere. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch Hummeln und Wind (Schütteln). Im professionellen Tomatenanbau in Treibhäusern werden speziell gezüchtete Hummelvölker für die Bestäubung eingesetzt. 

In Deutschland gibt es 45 zugelassene Sorten, davon 10 sogenannte alte Sorten. Weltweit gibt es ca. 15.000 Sorten. Offiziell dürfen nur zugelassene Sorten als Saatgut in Verkehr gebracht werden. 

Tomaten unterscheiden sich in Form, Farbe, Geschmack und Konsistenz. Sie unterteilen sich in Ampel-, Busch-, Cocktail-, Flaschen-, Fleisch-, Kirsch-, Stab-, Baum-, Strauch, Wild- und normalwüchsige Tomaten. 

Die Aussaat von Tomaten erfolgt im März (auch für ungeduldige Gärtner) mit Anzuchterde. Tomaten sind Dunkelkeimer; die Samen sollten also immer gut mit Erde (ca. 5 mm) bedeckt, gründlich angegossen und gleichmäßig feucht gehalten werden. Keimlinge sind nach ca. 15 Tagen sichtbar. Sobald sich die ersten Tomatenblätter gebildet haben, sollten sie vorsichtig mit dem Stil eines Kaffeelöffels pikiert werden. Die Tomatenpflanzen können zunächst im Gewächshaus oder auf der Fensterbank weiterkultiviert werden. Erst nach den Eisheiligen werden sie mit einem Abstand von 50 cm ins Freibeet gesetzt. Dort werden sie nach einer Woche das erste Mal gedüngt (Düngung für Starkzehrer): 3 kg halbreifer Kompost/m², 80 g Horngrieß/m², bei niedrigem Kaliwert 50 bis 80 g Kaliummagnesia/m². 

Wichtig für eine erfolgreiche Tomatenernte ist bei Stabtomaten das wöchentliche Ausgeizen (Herausbrechen der Seitentriebe). 

Eigentlich mag keine Tomatensorte Regen; deswegen sollten Tomaten immer unter einem Dach oder im Gewächshaus (Tomatenhaus) mit guter Durchlüftung stehen. Während der ganzen Zeit ist für eine gute und kontinuierliche Bodendurchfeuchtung zu sorgen; möglichst nur morgens an den Fuß (nie übers Blatt) gießen. Dies vermindert eine Pilz- und Fäulniserkrankung. Bei ungünstigen Bedingungen leiden Tomaten häufig an folgenden Krankheiten: Kraut- und Braunfäule, Dürrfleckenkrankheit, Nährstoffmangel sowie bei Kaliummangel unter Blütenendfäule. Zu den Schädlingen zählen die weiße Fliege, Spinnmilben, Blattläuse, Raupen und die Tomatenminiermotte. Zu den Nützlingen zählen dagegen die Erzwespe, Schlupfwespen, Raubmilben, Gallmücken und Florfliegen. 

F1-Hybride oder samenfest? Bei mit F1 gekennzeichnetem Saatgut handelt es sich um eine nicht samenfeste Kreuzung zweier sortenreiner Eltern. Die Nachkommen der ersten Generation (= F1) zeichnen sich durch sichere hohe Erträge, hohe Resistenz und lange Haltbarkeit aus. Eine Weiterzucht ist dagegen nicht sinnvoll, da die genetischen Eigenschaften in den Folgegenerationen (F2 usw.) in den verschiedensten Variationen auftreten. Nachteile von F1-Hybriden sind, dass die alten, samenfesten  Sorten häufig verdrängt werden und die Vielfalt dadurch verloren geht. Auch ist F1-Saatgut sehr teuer.  

Samenfeste Sorten sind dagegen über viele Jahre durch Kreuzung und Auswahl auf bestimmte Eigenschaften gezüchtet und damit nachbaufähig. Die Vermehrung dieses Saatguts erzeugt Pflanzen mit denselben Eigenschaften. Samenfestes Saatgut ist viel günstiger und erhält die Vielfalt (z. B. regionales Saatgut). 

Rita ging dann auf sehr viele (sortenfeste und F1-) Sorten näher ein und wies dabei auf die besonderen Eigenschaften der jeweiligen Sorte hin. Der Vortrag kann in Kürze von der Internetseite der Werkhof-Gärtnerei heruntergeladen werden. 

Am Ende der Veranstaltung bestand die Möglichkeit, Saatgut gegen eine kleine Spende mitzunehmen. Dazu hatte Rita über 500 Samentüten vorbereitet und etikettiert, die reißenden Absatz fanden.

 


Fachberatung Stadtverband: Heimisches Wildobst für den Gartenverein - Köstlichkeiten aus Früchten und Beeren (Januar 2018)

Das Thema der ersten Fachberatung des Jahres 2018 lautete "Heimisches Wildobst für den Gartenverein - Köstlichkeiten aus Früchten und Beeren". Zu dieser Veranstaltung fanden 91 Gartenfreunde den Weg in das "Haus der Gartenvereine" in der Akazienstr. 11. Unser Gärtnermeister Heribert Werner hielt einen sehr informativen, interessanten und in zweideutiger Weise überhaupt nicht trockenen Vortrag über Wildobst, das auf Sträuchern und Bäumen in der freien Natur - aber auch in vielen Gartenvereinen - wächst. Allem Wildobst ist gemeinsam, dass es lecker und gesund ist, überwiegend einen hohen Vitaminanteil A und C hat und für Marmelade, Gelee, Erfrischungstee, Säfte, Mus, Most, Wein, Chutney und Kompott, aber auch für Liköre und Edelbrände verwendet werden kann. Heimisches Wildobst ist aber auch eine wichtige Nahrungsgrundlage für unsere Insekten, Vögel und Säugetiere im Garten und trägt somit für das ökologische Gleichgewicht in der Natur bei. 

In seinem über 1 ½-stündigen Vortrag ging Heribert auf zahlreiches - teils bekanntes, teils weniger bekanntes - Wildobst ein: Bayern-KiwiFelsenbirne, Aronia, Berberitze, Esskastanie (Marone), Weißdorn, Zierquitte, Quitte (Apfel- und Birnenquitte), KornelkirscheBlumen-Hartriegel, Heidelbeere, Preiselbeere, Cranberry, Haselnuss, Walnuss, Ölweide, Sanddorn, Maibeere,